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Fahrräder mit dem Auto transportieren: Dach, Anhängerkupplung oder Heckklappe?

Grafik Fahrrad mit Auto transportierenGrundsätzlich sollten Fahrzeuge mit beladenem Fahrradträger nie schneller als 120 bis 130 km/h fahren.

Du planst einen Ausflug oder einen Urlaub mit dem Auto und möchtest Dein Fahrrad gerne mitnehmen? Dies stellt kein Problem dar! Fahrräder können auf drei verschiedene Arten am Fahrzeug befestigt werden. Zum einen können die Fahrräder auf einem Dachträger befestigt werden, andere Möglichkeiten stellen Fahrradträger für die Heckklappe oder die Anhängerkupplung dar. Welche Methode für Dich und Dein Auto am geeignetsten ist verraten wir Dir im folgendem Ratgeber. Außerdem geben wir Dir hilfreiche Infos und Tipps, die Du bei der Montage und Nutzung von Fahrradträgern beachten solltest.

3 Fahrradträger Möglichkeiten

1. Fahrradträger für die Anhängerkupplung

Fahrradträger für die AnhängerkupplungEin Fahrradträger für die Anhängerkupplung ist eine sehr sichere Variante Fahrräder zu transportieren.

Laut ADAC gelten Systeme auf der Anhängerkupplung als sicherste Variante des Fahrrad-Transports. Der Träger wird bei diesem Modell auf die Anhängerkupplung montiert. Da die Räder bei der Montage nur leicht angehoben werden müssen, eignet sich diese Methode insbesondere für schwere Elektroräder. Beschädigungen am Fahrzeug sind fast gänzlich ausgeschlossen, in einzelnen Fällen (je nach Modell) wird das Verpacken des zum Auto zeigenden Pedals empfohlen.

Vor- und Nachteile

Neben dem Aspekt Sicherheit besticht diese Methode durch eine komfortable Möglichkeit der Beladung. Ein weiterer Vorteil ist zudem die gute Zugänglichkeit zum Kofferraum: Durch das nach vorn klappen des Fahrradträgers kann der Kofferraum gut erreicht werden. Nachteilig ist hingegen die eingeschränkte Sicht nach hinten. Fahrradträger für die Anhängerkupplung sind in der Anschaffung relativ teuer: Systeme für die Anhängerkupplung sind ab etwa 230 Euro erhältlich.

2. Heckklappen-Fahrradträger

Diese Methode eignet sich für Kompaktwagen, Kombis, Vans sowie Lieferwagen. Nach Bedarf kann der Träger einmal fachgerecht montiert auf Dauer am Fahrzeug verweilen; oftmals kann die Heckklappe mit montiertem Träger nicht geöffnet werden, sodass der Träger nach dem Transport abgebaut werden muss.

Vor- und Nachteile

Günstiger in der Anschaffung sind Fahrradträger für die Heckklappe. Jedoch weisen diese erhebliche Nachteile auf: Die Träger werden vereinzelt in die Fuge zwischen Karosserie und Kofferraumklappe eingehakt und mit Spanngurten fixiert – durch die ständige Bewegung während der Fahrt kann der Fahrzeuglack mit der Zeit geschädigt werden, zudem können sich die Gurte (vom Fahrer unbemerkt) lockern.

3. Fahrrad-Dachträger

Fahrradträger DachDer Fahrradträger für das Dach ist die beliebteste Variante und zudem noch sehr günstig.

Die populärste Variante des Fahrrad-Transports ist der Dachträger, der bereits ab 50 Euro erhältlich ist. Da viele Autos keine Anhängerkupplung besitzen, stellt diese Variante eine gute Alternative dar.

Vor- und Nachteile

Negativ zu Buche schlagen laut ADAC die mühsame Beladung sowie der erhöhte Spritverbrauch: Tests vonseiten des ADACs ergaben, dass der Kraftstoffverbrauch bei einer Beladung mit zwei Fahrrädern auf dem Dach und einer konstanten Geschwindigkeit von 130 km/h um bis zu 41 Prozent ansteigt. Neben dem steigenden Kraftstoffverbrauch sind die Dachbauten sehr windanfällig. Die entstehenden Kräfte beeinflussen die Befestigungselemente – umso wesentlicher sind kontinuierliche Kontrollen der Schraubverbindungen und Halterungen auf längeren Strecken. Die Querbelastung macht sich darüber hinaus insbesondere durch das veränderte Fahrverhalten bemerkbar. Aufgrund des verlagerten Schwerpunkts nach oben neigt das Heck in den Kurven eher zum Ausbruch. Entscheidest Du Dich für einen Dachgepäckträger, musst Du beim Beladen die zulässige Dachlast im Auge behalten. Zwei Räder stellen in der Regel kein Problem dar, bei vier Rädern stoßen viele Dächer an ihre Belastungsgrenze.

Geschwindigkeitsempfehlung mit Fahrradträger: 120 bis 130 km/h

Grundsätzlich sollten Fahrzeuge mit beladenem Fahrradträger nie schneller als 120 bis 130 km/h fahren. Das Gesetz schreibt dies zwar nicht vor, jedoch erhöht ein schnelleres Tempo das Risiko, dass sich die Befestigungen lösen. Speziell die Befestigungssysteme an der Tretkurbel sowie den Pedalen eines Rades sind hier besonders gefährdet. Folgen können Risse oder Brüche im Material sein.

Fahrräder für den Transport vorbereiten

Wer Fahrräder mit dem Auto transportieren möchte, muss vor der Montage Anbauteile von den Rädern entfernen. Zu den besagten Anbauteilen können Korb, Kindersitz, Lichtelement oder Luftpumpe gehören. Vermeide zudem das Bedecken der Räder mit einer Plane, da diese dem Wind eine größere Angreiffläche offeriert, was sich wiederum negativ auf den Spritverbrauch als auch die Fahrsicherheit auswirken würde. Der ADAC rät zudem zum Abspannen des Vorderrades. Wer ein Pedelec auf dem Radträger transportieren möchte, ist nach dem Gesetz dazu befähigt. Der ADAC empfiehlt hier aus Gewichtsgründen den Abbau der Batterie der Velos mit elektrischem Zusatzantrieb. Schütze im Falle eines Abmontierens die freiliegenden Kontakte vor Regen und Schmutz.

Gewichtsbeschränkungen beachten

Dachträger Fahrrad Vor dem Kauf eines Trägers kannst Du Dir eine Bewertung zur Qualität ansehen.

In der Regel können auf einem Fahrradträger laut Herstellerangabe bis zu vier Räder gleichzeitig transportiert werden. Aufgrund des bereits erwähnten höherem Gewicht, gilt dies jedoch nicht für Pedelecs. Meistens liegt die Stützlast bei 50-75 kg. Aus Sicherheitsgründen musst Du die zu transportierenden Fahrräder vorher wiegen und mit dem Gewicht des Trägers addieren. So kannst Du eine zu hohe Belastung vermeiden. In den Fahrzeugpapieren und in der Produktinformation sind noch weitere Hinweise zu Gewichtsbeschränkungen zu finden.

Auslandsbestimmungen beachten

Bist Du mit einem Heck-Fahrradträger unterwegs, musst Du die Bestimmungen im jeweiligen Reiseziel berücksichtigen. So muss beispielsweise in Italien und Spanien über das Fahrzeugheck hinausragende Ladung entsprechend gekennzeichnet sein. Weiterführende Informationen zu den Rechtsvorschriften der Straßenverkehrsordnung im Ausland erhältst Du hier.

Qualitätsbewertungen

Vor dem Kauf eines Trägers kannst Du Dir die Bewertung der Qualität durch Prüfungsorganisationen oder Automobilclubs ansehen. Der ADAC beispielsweise führt zu Trägern unterschiedliche Tests durch. Einen Hinweis für geprüfte Qualität liefert das GS-Zeichen.

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