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Ratgeberübersicht: Baby & Kleinkind

Warum spielt Folsäure in der Schwangerschaft eine wichtige Rolle?

Schwangere kocht gesundes Essen Der tägliche Folsäurebedarf kann durch eine ausgewogene und gesunde Ernährung teilweise gedeckt werden.

Eine ausreichende Folsäureversorgung werdender Mütter muss während des gesamten Schwangerschaftsverlaufs gewährleistet sein. Frauen, die schwanger werden wollen oder es bereits sind, müssen ihren Folsäurespiegel deshalb im Auge behalten. Lesen Sie nachfolgend mehr zu den Hintergründen, in welchen Lebensmitteln Sie die Folsäure finden, wofür der Körper diese benötigt und welche Symptome einen Mangel bedeuten könnten.

Was ist Folsäure?

Bei Folsäure handelt es sich um ein wasserlösliches Vitamin. Dieses Vitamin wird vom menschlichen Körper nicht selbst produziert und muss entsprechend mit der Nahrung in ausreichenden Mengen aufgenommen werden. Insbesondere schwangere Frauen müssen ihren Folsäurespiegel regelmäßig überprüfen, da das Vitamin für die optimale Kindesentwicklung eine tragende Rolle spielt.

Wofür benötigt unser Körper das Vitamin?

Glückliches und gesundes Baby Folsäure ist für das gesunde Wachstum des Babys in Ihrem Bauch äußerst wichtig.

Das B-Vitamin Folsäure oder auch Vitamin B9 oder B11 genannt, ist maßgeblich an der Bildung und Reifung von roten Blutkörperchen beteiligt und steuert die Zellteilung und das Zellwachstum. Das Vorhandensein von Folsäure im Organismus ist demnach sowohl für die Blutbildung als auch für verschiedene Stoffwechselvorgänge, wie z. B. die Neubildung von Zellen und roten Blutkörperchen, elementar. Das Vitamin fördert die normale Zellteilung und ermöglicht das natürliche Gewebewachstum während der Schwangerschaft.

Wie hoch ist der tägliche Folsäurebedarf?

Der Tagesbedarf an Folsäure richtet sich unter anderem nach dem Alter und bestimmten Umständen, wie einer Schwangerschaft. Die Richtwerte der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für die Tageszufuhr von Folsäure, lauten wie folgt:

  • Säuglinge (bis 4 Monate): 60 Mikrogramm
  • Babys (4 bis 12 Monate): 80 Mikrogramm
  • Kleinkinder (1 bis 4 Jahre): 120 Mikrogramm
  • Kinder (4 bis 7): 140 Mikrogramm
  • Kinder (7 bis 10): 180 Mikrogramm
  • Kinder (10 bis 13): 240 Mikrogramm
  • Erwachsene (ab 13 Jahren): 300 Mikrogramm
  • Schwangere: 550 Mikrogramm
  • In der Stillzeit: 450 Mikrogramm

Welche Lebensmittel enthalten das Vitamin?

Blattgemüse Folsäure kommt vor allem in grünem Blattgemüse, wie beispielsweise Grünkohl, Mangold oder Spinat vor.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät Jugendlichen und Erwachsenen zu einer täglichen Folsäureaufnahme von 300 bis 400 Mikrogramm, Schwangere benötigen sogar das Doppelte. Dies erreicht man durch die Aufnahme folsäurehaltige Lebensmittel, wie Spargel, Weizenkeime, Bananen, Apfelsinen und Mangos.

Prozentual gesehen verfügt Blattgemüse über den größten Folsäureanteil. Im Speziellen sind Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Spinat, Brokkoli, Grünkohl, Rosenkohl, Orangen, Trauben, Kirschen, Vollkornprodukte, Sojabohnen, Eigelb, Fleisch, Fisch und Milch gute Folsäurelieferanten. Da Folsäure unter Wärmeeinwirkung verloren geht, sollten Sie darauf achten, dass Sie Ihr Gemüse möglichst schonend zubereiten. Eine Möglichkeit wäre es zum Beispiel das Gemüse zu garen, statt zu kochen.

Nachfolgend finden Sie eine kleine Auflistung der verschiedenen Folsäurelieferanten mit Mengenangaben, um zu verdeutlichen, wie viel man wirklich essen muss, um den Bedarf zu decken.

  • 11 Stück Rosenkohl: 127 Mikrogramm
  • eine große Pellkartoffel: 39 Mikrogramm
  • 4 Esslöffel Schwarzaugenbohnen: 220 Mikrogramm
  • 7 Esslöffel Kleieflocken: 113 Mikrogramm
  • 25 Gramm Weizenkeime: 100 Mikrogramm
  • 4 gedünstete oder gekochte Spargelstangen: 88 Mikrogramm
  • eine mittelgroße Papaya: 115 Mikrogramm
  • 2 gedünstete Brokkoliköpfe: 61 Mikrogramm
  • eine große Apfelsine: 54 Mikrogramm
  • ein großes hart gekochtes Ei: 22 Mikrogramm
  • 75 Gramm geräucherter Lachs: 17 Mikrogramm

Symptome eines Folsäuremangels

Die durchschnittliche Folsäurezufuhr beträgt hierzulande nur etwa 250 Mikrogramm pro Tag. Das liegt weit unter den Empfehlungen der DGE. Herrscht ein Mangel an Folsäure, können sich Risiken für die Gesundheit des Babys ergeben. Mütter können an Blutarmut erkranken oder aber an Verdauungsstörungen leiden, was sich potenziell wiederum negativ auf die Kindesentwicklung auswirkt. Eine mögliche Folge von Folsäureunterversorgung ist der Neuralohrdefekt, d. h. Fehlbildungen von Rückenmark und/oder Gehirn). Weitere typische erste Anzeichen für einen Mangel an Folsäure sind dauernde Müdigkeit und ein anhaltendes Schwächegefühl.

Folsäure vor, in und nach der Schwangerschaft

Folsäurepräparate schon vor der Schwangerschaft empfohlen

Folsäurepräparat in der Schwangerschaft Folsäurepräparate sollten am besten schon einige Wochen vor der Schwangerschaft genommen werden.

Bei schwangeren Frauen verdoppelt sich der Folsäurebedarf auf 800 Mikrogramm pro Tag. Allein über die Ernährung lässt sich dieser Bedarf nur selten befriedigen, Ärzte empfehlen die Einnahme von entsprechenden Tabletten (mindestens bis zur zwölften Schwangerschaftswoche). Frauen, die sich ein Kind wünschen, wird gar dazu geraten, vom Absetzen des Verhütungsmittels an Folsäuretabletten einzunehmen, damit der Fötus von Anfang an ausreichend versorgt wird. Bei Ihrem Gynäkologen erhalten Sie weitere Infos zur optimalen Nahrungsergänzung im Vorfeld der Schwangerschaft.

Während des ersten Schwangerschaftsdrittels

Insbesondere in den ersten drei Monaten einer jeden Schwangerschaft ist Folsäure eines der wichtigsten Vitamine. Innerhalb dieser Wochen ereignen sich die ersten Zellbildungs- und Zellteilungsprozesse beim Nachwuchs, für die eine ausreichende Folsäurezufuhr essenziell ist: Beispielsweise entsteht bereits am 18. Schwangerschaftstag das Neuralohr beim Embryo, aus dem sich Gehirn und Rückenmark bilden. Das Vitamin ist folglich hauptsächlich an der Entwicklung des Zentralnervensystems des Fötus beteiligt. Im Falle von Folsäuremangel kann sich dieses nicht gesund herausbilden, Folgen können u. a. ein offener Rücken (Spina bifida) oder eine Lippen-Gaumen-Spalte sein, sogenannte Neuralohr-Defekte.

Bedarf an Folsäure in der Stillzeit

Auch nach der Geburt ist eine ausreichende Folsäureaufnahme wesentlich, dies gilt insbesondere für stillende Mütter. Hierbei wird das Baby logischerweise mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Auch bei diesem Prozess wirkt das Vitamin auf die gesunde Kindesentwicklung hin: Wachstumsprozesse und Zellteilung sind auf Folsäurezufuhr angewiesen. Neben Folsäure müssen Mütter zudem die Versorgung des Nachwuchses mit Omega-3-Fettsäuren und Jod gewährleisten. Daher wird die Aufnahme von mindestens 450 Mikrogramm Folsäure während der Stillzeit empfohlen.

Zusammenfassung / Fazit

Beratungsgespräch zwischen Schwangeren und Arzt Suchen Sie bei anhaltenden Symptomen eines Folsäuremangels sofort Ihren Arzt auf.

Folsäure ist ein sehr wichtiges B-Vitamin, welches während der Schwangerschaft eine noch wichtigere Bedeutung bekommt. Der Bedarf steigt auf 600 Mikrogramm pro Tag an. Die meiste Folsäure steckt in Blattgemüse, aber auch in anderen Lebensmitteln, wie Karotten, Orangen, Fisch oder Fleisch. Allerdings ist der Anteil auch in diesen Lebensmittel meist noch zu niedrig dosiert, um die Tagesempfehlung an Folsäure zu erreichen.

Daher raten Ärzte schon ab der Planung einer Schwangerschaft oder spätestens ab dem Bekanntwerden dieser, zu Nahrungsergänzungmitteln. Bereden Sie die Einnahme allerdings immer zuerst mit ihrem Arzt. Dieser kann Sie am besten beraten und Ihnen ein angemessenes Präparat verschreiben. Weiterführende Informationen erhalten Sie in den Ratgebern "Was muss ich in der Schwangerschaft beachten?" und "Muss ich in der Schwangerschaft meine Vitaminzufuhr erhöhen?"


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