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Vogelratgeber

Vögel richtig transportieren - bei Vogelkauf oder zum Tierarzt

Bild Wellensittich auf Käfig Ist der Käfig klein genug, transportiert man den Vogel am besten in seinem gewohnten Zuhause.

Tierarztbesuche sind für Halter und Tier mitunter eine nervenaufreibende Angelegenheit. Dabei kann der richtige Transport den Stress auf beiden Seiten erheblich mindern. Wo es Hunde- oder Katzenhalter bei der Beförderung ihres Lieblings noch leichter haben, wird es bei Vögeln schon problematischer. Groß ist die Gefahr, dass der Vogel entkommt oder sich verletzt. Werden allerdings ein paar Tipps beherzigt, funktioniert der Transport mit Sicherheit reibungsfrei.

Vogelkäfig statt Pappkarton

Wenn der Vogelkäfig, in dem das Tier auch zu Hause lebt, nicht so groß ist, kann dieser für den Transport zum Tierarzt genutzt werden. Das ist am einfachsten und am wenigsten stressig für den Vogel. Zuvor sollten jedoch alle Sitzstangen und Spielsachen entfernt werden, damit jede Verletzungsgefahr ausgeschlossen ist. Außerdem kann der Tierarzt den Vogel stressfreier zur Untersuchung herausnehmen, als aus anderen Aufbewahrungsbehältern, wie beispielsweise einem Pappkarton. Pappkartons oder geschlossene Schachteln sind nicht geeignet, da die Tiere in der Dunkelheit Angst bekommen können und somit schon gestresst beim Tierarzt ankommen. Deshalb ist es ebenso - wie dennoch weitläufig geglaubt wird - nicht ratsam, den Vogelkäfig mit einem Tuch abzuhängen. Vögeln geht es viel besser, wenn sie ihre Umgebung beobachten können und genau sehen, was um sie herum vor sich geht. Größere Vögel könnten sich darüber hinaus durch die Pappe beißen.

Transportkäfig

Falls der Transport im eigenen Käfig oder der Voliere nicht möglich ist, ist es ratsam, einen Transportkäfig zu benutzen. Transportkäfige sind in jeder gut sortierten Tierhandlung erhältlich und haben einen Plastikboden, Gitterstäbe und einen Tragegriff. Sie haben den Vorteil, dass der Tierarzt das Verhalten des Vogels bereits durch die Gitterstäbe beobachten kann, ohne den Vogel gleich herausholen zu müssen. Tipp: Größere Vögel haben in einem Katzentransportkorb aus Hartplastik ausreichend Platz für kurze Transportwege.

Transport für den Tierarzt

Generell ist es ratsam, vor dem Tierarztbesuch das Einstreu im Transportkäfig durch ein Zellstofftuch auszutauschen. Viele Krankheiten können anhand einer Kotuntersuchung festgestellt oder ausgeschlossen werden und so fällt dem Arzt die Entnahme leichter. Außerdem ist der Kot für eine mikroskopische Untersuchung im Vorfeld nicht durch Sand oder Einstreu verunreinigt. Manchmal sind Krankheiten auf die Ernährung der Vögel zurückzuführen. Ein wenig Futter in einem Tütchen abgepackt, kann dem Tierarzt möglicherweise Aufschluss darüber geben. Insgesamt ist es wichtig, bei allen Strecken, die man mit seinem Tier zurücklegt, darauf zu achten, dass es nicht zu lange dauert. Dies sollte schon bei der Auswahl des Tierarztes eine Rolle spielen. Je weiter vom Wohnort dieser entfernt ist, desto ungünstiger wirkt sich dies auf den Transport aus.

Während des Vogeltransports

Während eines kurzen Transports ist es allerdings nicht notwendig, dem Vogel Körner oder Wasser zur Verfügung zu stellen. Auch hier besteht sonst die Gefahr, den Kot zu verunreinigen. Nur auf längeren Reisen brauchen die Tiere Futter und Wasser zur Grundversorgung. Wenn es sich vermeiden lässt, sollte man einem Vogel längere Reisen nicht zumuten. 

Transport bei Vogelkauf

Die gleichen Tipps gelten natürlich auch beim Vogelkauf. Zwar werden Vögel im Tiergeschäft oder Tierabteilungen von Baumärkten gerne in Kartons mit Luftlöchern gesteckt, dem kann jedoch entgegengewirkt werden. Entweder man besorgt sich im Vorfeld einen Transportkäfig und bringt ihn zum Kauf mit oder man setzt den Vogel schon gleich vor Ort in seinen zukünftigen Käfig. Informieren Sie sich beim Ihrem Vogelzüchter über Besonderheiten der Vogelart beim Transport.

 

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Bildquellen:
Bild 1: © Harald Henkel / flickr.com